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Auswahl zur Stipendienvergabe

  • 10. Okt. 2015
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Apr.


Johanna und Eveling 2015

Unsere Projektleiterinnen Eveling Novoa Medina (Managua), Johana Zambrana Coca (Insel Ometepe) und die diesjährige Freiwillige Pia Lorina Maier besuchen die Schülerinnen Jenny und Rosa für die nächste Auswahl der Stipendiatinnen unseres Projekts Stipendien für Nicaragua zuhause auf der Insel Ometepe.

Unabhängig davon, ob die BewerberInnen für ein Stipendium ausgewählt werden oder nicht, klärt Eveling die angehenden Studierenden über die Bedingungen der Universitäten und das Leben in den Städten Rivas und Managua auf. Sie erzählt von Erfahrungen der Einsamkeit mancher BewerberInnen in der Großstadt und den Konsequenzen einer Schwangerschaft während des Studiums. So werden die SchülerInnen emotional auf ihre Studienerfahrungen vorbereitet. Alle BewerberInnen stammen aus dem ländlichen Gebiet der Insel Ometepe und haben überdurchschnittliche Noten. Fast alle sind Kinder von Landwirten. Johana und Eveling fragen die Bewerber nach ihren Zukunftsplänen und ihre Eltern nach den sozioökonomischen Bedingungen im Haushalt (wie viele Kinder, wie viel Einkommen, welche Art von Arbeit, etc.).


Bewerberin Rosa mit ihrer Mutter

Viele der KandidatInnen sind Kinder alleinerziehender Mütter, welche wie Rosa (rechts im Bild) in ihrer Bewerbung schrieb: "Den Platz von Vater und Mutter einnehmen". Das bedeutet Kindererziehung, Haushalt, Arbeit auf dem Feld und Tausch der Ernte gegen Salz, Öl, Zucker und Kleidung. Oft leben sie in kleinen Dörfern am Fuße des Vulkans und haben zwei Stunden Fußweg zur weiterführenden Schule. "Ein großes Opfer über die vielen Jahre", sagt Rosa im Gespräch und möchte deshalb weiterlernen - an der staatlichen Uni in der Hauptstadt Managua (UNAN).

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